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Die schwarz-weiß-karierte Flagge hatte sich
Sonntag nach 71 Runden auf der brasilianischen Berg-und-Tal-Bahn
des Autódromo José Carlos Pace bei São
Paulo zum letzten Mal gesenkt und als Sieger den Red-Bull-Piloten
Mark Webber abgewinkt. Der Australier, der die gesamte Saison
im Schatten des Doppelweltmeisters und Teamgefährten Sebastian
Vettel stand, konnte damit erstmalig seit August nach seinem Sieg
in Ungarn wieder vom höchsten Siegerpodestplatz winken. Zunächst
sah es aber so aus, als ob Sebastian Vettel zum 12. Male in dieser
Saison dort stehen würde. Mit einer bravourösen Zeit
konnte der Red-Bull-Pilot das Qualifying für sich entscheiden
und damit zum 15. Mal in dieser Saison von der Pole Position starten.
Zum Rennen: Sebastian Vettel setzte sich bereits bis zur ersten
Kurve nach etwa 200 Metern vom Feld ab. Mark Webber folgte ihm
und hinter den beiden Red-Bull-Piloten ging es ohne größere
Karambolagen nach dem Senna-S auf die lange Gerade,
auf der auch das DRS-System im Laufe des Rennens von den Fahrern
eingesetzt werden kann. Vettel fuhr voraus und die Berichterstatter
zückten schon die Schreibblocks, um seinen 19. Saisonsieg
in die Annalen im Formel-1-Zirkus zu schreiben. Mercedes-GP-Racer
Michael Schumacher nahm vom 10. Platz aus das Rennen auf. Er hatte
sich zwar auf der letzten Rille für Q3 qualifiziert, hier
aber keine Zeit gefahren. In der 10. Brasilien-Runde holte sich
der siebenfache Weltmeister beim Überholen von Bruno Senna
(Renault) einen Reifenschaden, musste an die Box und fiel damit
aussichtslos zurück, Platz 15. Bruno Senna erhielt für
sein Abdrängen eine Durchfahrtsstrafe. Sebastian Vettel musste
zu diesem Zeitpunkt mit technischen Schwierigkeiten seines Getriebes
zurechtkommen. Bis zur 30. Runde konnte er sich vor Mark Webber
halten, musste aber dann die Führung kampflos an seinen Stallgefährten
abgeben. Damit war auch der Zieleinlauf abzusehen: Webber vor
Vettel, dahinter Jenson Button (McLaren), Fernando Alonso und
Felipe Massa (beide Ferrari). Jenson Button (270 Punkte) konnte
mit seinem dritten Platz in São Paulo den Vize-Weltmeistertitel
für sich festmachen, Mark Webber kam mit 258 Punkten auf
Platz drei in der Gesamtwertung der Saison 2011.
Für das kommende Jahr werden sich wieder einige Veränderungen
in den Cockpits ergeben. Rubens Barrichello, der auf dem brasilianischen
Höhenkurs die Saison nur mit einem enttäuschenden 14.
Platz beenden konnte, wird wohl 2012 nicht an den Start gehen
können, da er bis jetzt keine Verpflichtung in der Tasche
hat. Gerade in Brasilien ist der einstige Teamgefährte von
Michael Schumacher aus der Ferrari-Zeit ein Volksheld. Immerhin
hat er 323 Starts vorzuweisen, damit steht er an der Spitze der
Statistik. Für Nico Rosberg hat sich der Vertragsnebel längst
gelichtet. Er wird weiter für Mercedes starten, sein Vertrag
sichert ihm ein Cockpit bis 2015 zu. Der sympathische Wiesbadener
fühlt sich sichtlich wohl in der Mannschaft mit dem Stern.
Und einen (Wieder-)Einsteiger wird es auch geben, wenn Kimi Räikkönen
auf die Formel-1-Piste zurückkehrt. Mit einem Zwei-Jahres-Vertrag
bei Lotus Renault will er die Crew an die Spitze bringen. Räikkönen
ist für seine ungewöhnlichen Aktionen noch in Erinnerung.
Der Iceman wird also auch auf und neben der Strecke
für Unterhaltung sorgen. BW
Verkaufsberater Pkw Gebrauchtwagen
Kurt Jacob im Autohaus Cottbus kommentiert
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Das letzte Rennen hat nochmals eine Überraschung gebracht,
da Überflieger Sebastian Vettel glanzvoll startete, aber
bereits zum zweiten Mal mit technischen Problemen zu kämpfen
hatte und seinen Logenplatz an Teamgefährten Mark Webber
abgeben musste. Leider rutschte Mercedes-Pilot Michael Schumacher
nach einem Reifenschaden wieder nach hinten. Dafür konnte
Nico Rosberg seinen Mercedes-Dienstwagen auf dem siebenten Platz
am Ziel abstellen. McLaren Mercedes geht als Vize-Markenweltmeister
in die neue Saison. Eine gute Ausgangsposition für 2012.
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