aus dem Hause Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH

Traumstart – Energie greift wieder an
Keine späten Verstärkungen / FCE profitierte von schwächelnden Kontrahenten

Energie 2009
So präsentiert sich die Mannschaft des FC Energie Cottbus wenige Tage vor dem Anpfiff zur 2. Bundesliga der Saison 2010/2011:
Hintere Reihe v.li.:
Andre Rohbock (Mannschaftsleiter), Adam Straith, Kolja Afriyie, Dennis Sörensen, Markus Brzenska, Emil Jula, Nils Petersen, Matthias Grahé und Philip Gerzymisch (beides Physiotherapeuten).
Zweite Reihe von oben v.li.:
Marco Kurth, Velimir Jovanovic, Heiko Schwarz, Daniel Ziebig, Robert Zickert, Sergiu Radu, Maxim Banaskiewicz, Marc Andre Kruska.
Dritte Reihe von oben v.li.:
Claus-Dieter Wollitz (Cheftrainer), Markus Feldhoff (Co-Trainer), Roger, Julian Börner, Jiayi Shao, Uwe Hünemeier, Alexander Bittroff, Vasile Miriuta (Co- Trainer), Ronny Zeiß (Torwarttrainer).
Vorn v.li.:
Nils Miatke, Clemens Fandrich, Julien Latendresse, Thorsten Kirschbaum, René Renno, Marvin Gladrow, Takahito Soma, Marc Zimmermann.
Ganz oben extra v.li.:
Markus Obernosterer, Daniel Adlung, Jules Reimerink, Julien Latendresse-Levesque

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Für den Märkischen Boten: Friedrich HEINRICHEigentlich wollte unser FC Energie seinen Kader noch einmal aufpolieren. Doch die letzten, spätestens in dieser Woche erwarteten Neuzugänge blieben aus. Kein erfahrener Innenverteidiger, der einer auch in Bielefeld bedenklich wankenden Abwehrreihe mehr Stabilität geben könnte. Auch kein Mittelfeldakteur oder Stürmer für die dünn besetzte Offensive.
Dem Cottbuser Geldbeutel tut der weggeworfene Wunschzettel zunächst gut. Die Mannschaft hat mit ihrem lupenreinen Saisonauftakt angedeutet, dass es auch ohne weitere Verstärkungen gehen könnte. Das Risiko bleibt über eine lange Saison hinweg dennoch hoch. Gegen Ausfälle ihrer Leistungsträger ist die Truppe so gut wie nicht gewappnet. Eine Verletzung oder Sperre von Jula, Petersen oder Kruska könnte der Kader kaum auffangen.

Die Gelegenheit cool genutzt: Der unermüdliche Kurth bestrafte den gegnerischen Fehler in echter Profimanier Die Gelegenheit cool genutzt: Der unermüdliche Kurth
bestrafte den gegnerischen Fehler in echter Profimanier


Zudem täuscht die gute Punktausbeute der ersten Wochen über den wahren Leistungsstand hinweg. Auch in Bielefeld nutzte die Elf in erster Linie fatale Fehler des Gastgebers. Natürlich spricht auch das für gewachsene Qualität. Allerdings werden sich in der zweiten Liga nicht viele Mannschaften Fehler wie jenen vor dem zweiten Cottbuser Treffer leisten. Kurth nutzte den Blackout im Zusammenspiel mit Jula perfekt aus. Im zweiten Durchgang schossen oder rutschten die Arminen mehrfach am nicht unverdienten Ausgleich vorbei. Meist war es Kirschbaum im Tor des FCE oder dem Bielefelder Unvermögen zu verdanken, dass für die Hausherren nur das eine Tor heraussprang. Straith grätschte seinen Gegenspieler ohne Not gnadenlos ab, es gab zu Recht einen Elfmeter. Leider stellt der junge Kanadier in seiner derzeitigen Verfassung einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor dar. Sein Ersatzmann Hünemeier durfte in dieser Spielzeit erst wenige Sekunden auf dem Platz stehen. Verstärkungen gab es nicht. Hoffentlich rächt sich die Sparsamkeit nicht noch gerade an dieser Stelle.
Nur gut, dass unser Sturmduo alle Zweifel zerstreuen kann.
Stürmer Petersen hat auch gegen die Arminen seinen Treffer gemacht,  kollegial aufgelegt von Emil Jula Der Angriff zum 1:0 war tatsächlich erstklassig. Neuzugang Adlung spielte Jula frei. Der hätte schon selbst schießen können, bediente aber den herangelaufenen Petersen. Die Arminen waren zum Zuschauen verdammt. Solange die beiden brillieren, kann die Cottbuser Glückssträhne anhalten. Das wäre wichtig. Anders als in der vergangenen Spielzeit werden die klammen Arminen nämlich kaum in der Spitzengruppe der zweiten Liga landen. Auch der erste Heimgegner aus Düsseldorf droht nach zwei Niederlagen abzustürzen. Der Start ist zwar geglückt, auf Energie warten aber noch anspruchsvollere Aufgaben. Mal schauen, ob die Ausbeute dann immer noch stimmt.

Stürmer Petersen hat auch gegen die
Arminen seinen Treffer gemacht,
kollegial aufgelegt von Emil Jula
Fotos: Hnr.

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