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So präsentiert sich die Mannschaft des FC Energie Cottbus
wenige Tage vor dem Anpfiff zur 2. Bundesliga der Saison 2010/2011:
Hintere Reihe v.li.: Andre Rohbock (Mannschaftsleiter), Adam
Straith, Kolja Afriyie, Dennis Sörensen, Markus Brzenska,
Emil Jula, Nils Petersen, Matthias Grahé und Philip Gerzymisch
(beides Physiotherapeuten).
Zweite Reihe von oben v.li.: Marco Kurth, Velimir Jovanovic,
Heiko Schwarz, Daniel Ziebig, Robert Zickert, Sergiu Radu, Maxim
Banaskiewicz, Marc Andre Kruska.
Dritte Reihe von oben v.li.: Claus-Dieter Wollitz (Cheftrainer),
Markus Feldhoff (Co-Trainer), Roger, Julian Börner, Jiayi
Shao, Uwe Hünemeier, Alexander Bittroff, Vasile Miriuta (Co-
Trainer), Ronny Zeiß (Torwarttrainer).
Vorn v.li.: Nils Miatke, Clemens Fandrich, Julien Latendresse,
Thorsten Kirschbaum, René Renno, Marvin Gladrow, Takahito
Soma, Marc Zimmermann.
Ganz oben extra v.li.: Markus Obernosterer, Daniel Adlung,
Jules Reimerink, Julien Latendresse-Levesque
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Eigentlich
wollte unser FC Energie seinen Kader noch einmal aufpolieren.
Doch die letzten, spätestens in dieser Woche erwarteten Neuzugänge
blieben aus. Kein erfahrener Innenverteidiger, der einer auch
in Bielefeld bedenklich wankenden Abwehrreihe mehr Stabilität
geben könnte. Auch kein Mittelfeldakteur oder Stürmer
für die dünn besetzte Offensive.
Dem Cottbuser Geldbeutel tut der weggeworfene Wunschzettel zunächst
gut. Die Mannschaft hat mit ihrem lupenreinen Saisonauftakt angedeutet,
dass es auch ohne weitere Verstärkungen gehen könnte.
Das Risiko bleibt über eine lange Saison hinweg dennoch hoch.
Gegen Ausfälle ihrer Leistungsträger ist die Truppe
so gut wie nicht gewappnet. Eine Verletzung oder Sperre von Jula,
Petersen oder Kruska könnte der Kader kaum auffangen.
Die Gelegenheit
cool genutzt: Der unermüdliche Kurth
bestrafte den gegnerischen Fehler in echter Profimanier
Zudem täuscht die gute Punktausbeute der ersten Wochen über
den wahren Leistungsstand hinweg. Auch in Bielefeld nutzte die
Elf in erster Linie fatale Fehler des Gastgebers. Natürlich
spricht auch das für gewachsene Qualität. Allerdings
werden sich in der zweiten Liga nicht viele Mannschaften Fehler
wie jenen vor dem zweiten Cottbuser Treffer leisten. Kurth nutzte
den Blackout im Zusammenspiel mit Jula perfekt aus. Im zweiten
Durchgang schossen oder rutschten die Arminen mehrfach am nicht
unverdienten Ausgleich vorbei. Meist war es Kirschbaum im Tor
des FCE oder dem Bielefelder Unvermögen zu verdanken, dass
für die Hausherren nur das eine Tor heraussprang. Straith
grätschte seinen Gegenspieler ohne Not gnadenlos ab, es gab
zu Recht einen Elfmeter. Leider stellt der junge Kanadier in seiner
derzeitigen Verfassung einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor
dar. Sein Ersatzmann Hünemeier durfte in dieser Spielzeit
erst wenige Sekunden auf dem Platz stehen. Verstärkungen
gab es nicht. Hoffentlich rächt sich die Sparsamkeit nicht
noch gerade an dieser Stelle.
Nur gut, dass unser Sturmduo alle Zweifel zerstreuen kann.
Der Angriff zum 1:0 war tatsächlich erstklassig. Neuzugang
Adlung spielte Jula frei. Der hätte schon selbst schießen
können, bediente aber den herangelaufenen Petersen. Die Arminen
waren zum Zuschauen verdammt. Solange die beiden brillieren, kann
die Cottbuser Glückssträhne anhalten. Das wäre
wichtig. Anders als in der vergangenen Spielzeit werden die klammen
Arminen nämlich kaum in der Spitzengruppe der zweiten Liga
landen. Auch der erste Heimgegner aus Düsseldorf droht nach
zwei Niederlagen abzustürzen. Der Start ist zwar geglückt,
auf Energie warten aber noch anspruchsvollere Aufgaben. Mal schauen,
ob die Ausbeute dann immer noch stimmt.
Stürmer
Petersen hat auch gegen die
Arminen seinen Treffer gemacht,
kollegial aufgelegt von Emil Jula Fotos: Hnr.
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